Digitaler Nachlass Hinterlassenschaft in der Online-Welt

Veröffentlichung des Bundesministeriums für Arbeit 

 

Aus einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

Digitaler Nachlass 

Im Internet-Zeitalter müssen wir uns die Frage stellen, was mit unseren Daten im Internet nach unserem Tod geschehen soll.

Was soll mit unserem Profil in Sozialen Netzwerken, dem E-Mail-Konto, der Website, dem Fotoarchive oder dem Online-Banking passieren? Wem gehören die Daten? Wer hat darauf Zugriff?

Digitaler Nachlass:

  • Online-Konten
  • persönliche Daten
  • Fotos
  • Musik- und Film-Dateien • Elektronische Dokumente

Ohne Zugangsdaten ist es für die Erbenden ein mühevolles Unterfangen auf Daten zuzugreifen, Verträge und Online-Mitgliedschaften zu beenden.

Sorgen Sie vor!

  • Erstellen Sie eine Liste mit allen Diensten, wo Sie angemeldet sind. Notieren Sie die dazugehörigen Zugangsdaten.

  • Legen Sie den gewünschten Umgang mit den Daten fest (Erhaltung, Löschung, Archivierung, Übertragung der Daten an berechtigte Personen).

  • Halten Sie die digitale Vorsorge-Liste aktuell.

  • Verwahren Sie die Liste sicher auf (z.B. Safe, Dokumentenmappe oder Notar).

Online Konten: Checkliste Online-Aktivitäten

  • E-Mail-Konten: GMX, Outlook, Gmail, ...
  • Soziale Netzwerke: Facebook, Twitter, Pinterest, ...
  • Fotodienste: Instagram, Flickr, Google Photos, ...
  • Instant Messenger: WhatsApp, Signal, Skype, ...
  • Musik- und Videoplattformen: Netflix, Amazon Music, Spotify, ... Online-Banking, Paypal, Kreditkarten-Login
  • Kundenkonten von Online-Shops
  • Eigene Blogs und Websites
  • Foren, auf denen Sie aktiv sind
  • Softwarelizenzen

Das Faltblatt  des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz können Sie hier herunterladen. Bitte beachten Sie, dass es für Österreichische Bürger erstellt wurde, die meisten Informationen aber auch in Deutschland zutreffend sind!

 

Benennen Sie eine Person des Vertrauens 

Am besten ist, eine Person des Vertrauens zu bestimmen und eine Liste mit allen Konten einschließlich der Passwörter anzulegen. Sie sollte stets aktuell gehalten und ausgedruckt an einem sicheren Ort oder als Dokument auf einem verschlüsselten USB-Stick hinterlegt werden.

Ein Muster für diese Liste stellt die Stiftung Warentest hier bereit. Hier werden die Konten und Passwörter für genutzte E-Mail-Dienste, den Versandhandel, soziale Netzwerke, Bezahldienste, eigene Homepages und eigene Internetverkäufe abgefragt. Aber auch Daten etwa zu Online-Banking oder Streaming-Diensten sollten niedergelegt werden.